"Jugend ist relativ"

Kunstszene Wien. Das Galeriensterben ist vorbei, die Ausstellungshäuser boomen, in der Kunsthalle wird die große Schau "Lebt und arbeitet in Wien" vorbereitet. Wie aber geht es den Künstlerinnen und Künstlern selbst, die in der zu neuem Leben erwachten Kunststadt Wien leben und arbeiten? Zum Auftakt einer Serie bat der "Falter" fünf Damen und Herren aus der Szene zum Gespräch.

Kultur | Matthias Dusini und Heribert Corn (Fotos) | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Der Daumen des Zeitgeistes zeigt nach oben. Gegenwartskunst ist wieder gefragt. Ein Dutzend Neugründungen von Galerien in den letzten zwei Jahren: Das bedeutet für den lange Zeit verschlafenen Kunststandort Wien einen wahren Boom. Die geplanten Museen für Gegenwartskunst in den Bundeshauptstädten offenbaren das Interesse der Politik an Kunst als weichem Standortfaktor. Kunstagenturen wie Portfolio und Artpool profitieren vom Interesse der Unternehmen an repräsentativem Kunstdekor. Ausstellungshäuser wie die Generali Foundation, dieKunsthalle Wien, das Museum Moderner Kunst / Sammlung Ludwig und das MAK erschließen breitere Publikumsschichten. Kunsttheorie, bis vor wenigen Jahren noch ein begehrtes Mitbringsel von Reisenden aus New York oder Köln, gehört inzwischen zum obligatorischen Rüstzeug der Kunstbetriebsakteure. Das Depot, die Kunstzeitschrift springerin und die aufgefrischten Bibliotheksbestände der Kunsthochschulen haben Diskurslücken geschlossen.

Zeitgenössische Kunst


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