Kunst kurz

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Neu geboren werden, auf Matratzen herumliegen, Sand zwischen den Zehen spüren oder durch Bilder hindurchgehen: "Vivencias" - Erlebnisse und Erfahrungen - sollen die Installationen südamerikanischer Künstler in der neuen Ausstellung der Generali Foundation (bis 22.12.) bescheren. In einem ziemlich verwirrenden Spektakel führte am Eröffnungsabend die Argentinierin Marta Minujin österreichische Idole wie Karl Schranz und Hans Hollein mit auserwählten Fans zusammen und molk eine echte (Kunst-)Kuh. Von ihr stammt auch die aus Matratzen gebaute "Soft Gallery", in der jeden Donnerstag Veranstaltungen stattfinden. Die meisten Werke stammen aus den Sechziger- und Siebzigerjahren und versuchen aus dem konventionellen Kunstbegriff auszubrechen. Was die Werke der acht in der Ausstellung vertretenen Kosmopoliten (vier davon sind schon tot) am stärksten verbindet, ist jedoch weniger ihre Abweichung von US-amerikanischen Strömungen, sondern die aus ihrer Herkunft resultierende Beschäftigung


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