Neue Platten

Kultur | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Neue Musik Bertl Mütter: written images ARBE/Hoanzl Bertl Mütter ist eine Art pneumatischer Artist, der ziemlich viel in ziemlich heftige Schwingungen versetzen kann: Allen voran die eigenen Stimmbänder und die Posaune, dann aber auch noch Euphonium und Muschelhorn und alles, was halt so herumsteht und mitschwingen kann. Zum Beispiel die Minoritenkirche Stein, wo die vorliegende CD aufgenommen wurde. Da hallt und schallt es zurück, Räumlichkeit wird hörbar, und plötzlich befindet sich der Zuhörer inmitten eines um ihn herum wirbelnden Klangstroms ("Hurrikan"). Und auch wer sich für minutenlange Aufzählung österreichischer Postleitzahlen begeistern kann, wird bei Mütter bestens bedient. Menschen, die herkömmliches pfeifbares Liedgut sonoren Abenteuerreisen vorziehen, sollten sich allerdings weiterhin an die Kinks halten.

Klaus Nüchtern Ein Portrait von Bertl Mütter wird am 25.9., 23 Uhr, auf Ö1 gesendet Bartok, Eötvös, Kurtag: Werke für Bratsche


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