Nüchtern betrachtet: Koberg kann nicht indisch kochen

Kultur | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Berlin war sehr schön und aufregend, aber auch nicht ganz billig gewesen. Man muss dort ja ganz oft wohin gehen, was essen und trinken und allerhand Dinge erwerben, CDs zum Beispiel oder den Kugelschreiber der Lamy-2000-Serie, den man beim letzten Deutschlandaufenthalt nachgekauft, inzwischen aber schon wieder verloren hat; und die sensationell ermäßigte und sensationell rückstrahlende Asics-Winterlaufjacke in Grau-Orange; und natürlich eine Büffelhornkette und einen Filzpuppenziegenbock mit Dreadlocks, schließlich will man nicht bloß mit einem riesen Muskelkater heimkommen. Also muss ich Berlin jetzt noch eine Kolumne abpressen, dann bin ich wieder reich und kann wieder ins Ausland, sagen wir nach Frankfurt. Noch aber sind wir in Berlin, und Koberg will indisch kochen lernen, also gehe ich zu Karstadt und kaufe ein Schraubglas mit Rogan-Josh-Paste und einen Lammschlögel und Basmatireis und Krachfutter und eine Flasche Acquavit. Jörg sucht den Wein aus. Weil Montag ist und auf


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