Comandantina Dusilova: Spritzen ist der Mann

Stadtleben | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Die Schergen der Aufklärung, Behavioristen wie Sozialutopisten, wollen uns weismachen, zwischen den Geschlechtern bestünde nicht mehr an Unterschied, als die Natur zum Austausch von Körperflüssigkeiten vorgesehen habe. Mann und Frau, so trichtern sie uns mit dem energetischen Potenzial der Sendebewussten ein, seien soziale Konstruktionen und nicht mehr. Oh nein, sage ich, ihr irrt! Mann und Frau sind gänzlich verschieden, ganz besonders der Mann. Der Mann ist völlig verschieden. Denn der Mann spritzt. Und das tut nur er. Nur der Mann spritzt. Er steht mit seinem Gartenschlauch an jeder nur erdenklichen Ecke und spritzt an diese erdenkliche Ecke. Sauberspritzen nennt er das, und es gibt keine saubere Frau auf dieser Erde, die eine Ecke sauberspritzen würde. Keine Frau der Welt käme auch auf die bizarre Idee, freiwillig und an Wochenenden keiner anderen Lust zu frönen, als mit pferdepenisgroßen Spritzen die Gegend feuerwehrmäßig probezulöschen. Frauen sind auch automobilistisch spritzenlos zufrieden zu stellen. Ein Wagen mit normalem Triebwerk befriedigt ihre Bedürfnisse, von A nach B zu gelangen, in ausreichendem Maße. Männer tuns nicht unter zwei Litern mit Einspritzpumpe. Und vier Spritzern intus.


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