Kukident-Politik

Seinesgleichen geschieht. Was ist das: Es läuft in drei Phasen ab und bringt selbst Muffel wie mich zum Lächeln?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Es wird Herbst, mit sechs Monaten Grauzone ab jetzt ist zu rechnen, im Büro beginnen die Köpfe zu hängen und ich frage mich: Mache ich alles gut? Sehe ich alles richtig? Könnte es sein, dass mich Freunde seltsam anschauen und bei sich fragen: Wirst du denn deines Lebens nimmer froh? Warum hängst du so an deinem letzten Satz? Bist du tatsächlich Fundamentalist? Gibt es denn für dich nichts Schönes im Leben? Drängende Fragen, die man mithilfe des Doktor Strunz leicht lösen könnte, aber ich habe - schon Teil des Problems, ich weiß - selber auch noch einen Ehrgeiz. "Kannst du denn überhaupt nicht loslassen?", fragt der Chor der Wohlmeinenden.

Kann ich nicht. Manchmal aber den Mund halten. Zum Beispiel schaufelte ich stumm per Hölzchen meinen Lachs mit Sojasprossen in mich hinein, als mir beim Mittagessen ein Freund erklärte, eigentlich sei Taxi Orange doch eine mutige Tat des ORF, denn immerhin opfere der 70 Tage lang sein Hauptabendprogramm und setze alles auf diese eine Karte.


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