Gebührenpeitsche

Universität. Es gibt diskutable Modelle sozialverträglicher Studiengebühren. Doch die Pläne der Regierung sind weder sozialverträglich noch qualitätsfördernd.

Vorwort | Hans Pechar | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Was bedeutet "Regieren neu"? Wenn die Ressortministerin noch im Sommer für das Gratisstudium eintritt und auch der Bundeskanzler Studiengebühren für diese Legislaturperiode dezidiert ausschließt. Und wenn im September über Nacht alles ganz anders ist, weil neue, offenbar unvorhersehbare Ziele und Prioritäten aufgetaucht wären. Und während sich einige Kleingeister noch die Zweifel aus den Augen reiben, erläutert Khol, wie im schwarz-blauen Österreich Geist und Macht ein neues, inniges Verhältnis zueinander gefunden haben: siebzig Experten, die besten des Landes, hätten monatelang um neue Lösungen gerungen; und dann, als ihr Bericht vorlag, hätte die Regierung in nur einer Nacht die Erkenntnisse in sich aufgesogen und die nötigen Schlüsse gezogen. Zu dumm, dass der Begriff "Studiengebühren" im Expertengutachten zur sozialen Treffsicherheit nicht ein einziges Mal vorkommt.

Es gibt gute Gründe für Studiengebühren: Die Krise der öffentlichen Haushalte hat seit Mitte der Achtzigerjahre


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige