Gut und Böse

Printmedien 1. Der Zusammenschluss des trend-profil-Verlags mit der News-Gruppe führt nun, spät aber doch, zu einer Diskussion. Hat der "Falter"-Chefredakteur das "profil" gekränkt? Wenn ja, zu Unrecht?

Medien | Georg Hoffmann-Ostenhof | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Es sollte ja eigentlich so etwas wie ein Kompliment sein, beruhigte am Telefon Armin Thurnher. Der letzte Satz seines Artikels in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) über die österreichische Mediensituation lautete: "Die Übernahme der - wie immer verkommenen - journalistischen Institution profil durch die Dienstleistungsmaschine News bedeutet für das Land mehr als bloß einen der zahllosen Merger, die man auf den Wirtschaftsseiten überblättert." Wir sind verkommen? Das erboste manchen profil-Kollegen. Ich hatte Mühe, ihnen zu erklären, dass der Falter-Chef es so unnett wirklich nicht gemeint hat. Eingeklemmt zwischen dem alten Boulevard (Krone) und dem neuen Boulevard (News) - nach Thurnher "zwei Varianten des Unjournalismus" - seien im profil, trotz Boulevardisierung in der jüngsten Zeit ("wie immer verkommen") noch Spurenelemente von Qualitätsjournalismus ("journalistische Institution") übrig geblieben, die angesichts des Medienmergers nun in Gefahr seien. So wars - freilich


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