Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Absichtlich undurchschaubar Er ist immer noch liebender Vater, er will seinem Sohn einen Ritter-Roboter schenken, aber dieser Sehnsucht nach Zärtlichkeit abseits ist er auf dem Weg zur Kreatur, die die Angst hat, auf der Strecke zu bleiben in gesellschaftlichen Systemzwängen, die sie möglicherweise absichtlich nicht durchschauen können soll.

Reinhard Tramontana bespricht im profil den Film "Der Überfall".

Im Schatten junger Mädchenblüte Vor der Kamera Baumanns verwandeln sich die Mädchen in neue Wesen. Da ist auch viel Unterbewusstsein im Spiel, nicht nur Ästhetik, Wünsche zum Beispiel. Manchmal spult, wenn so ein Mädchen zu ihm ins Atelier kommt, das Schicksal Windungen ab. Es kommt zu Aufträgen, zu Chancen, die Leben verändern können. (...) Sein intuitiver Blick durchdringt die Oberfläche der Modelle und offenbart etwas von der Seele dieser schönen weiblichen Geschöpfe. Auf diese Weise wird sein Handwerk Kunst. Es ist ja nicht die Optik der Kamera allein, die Mädchenkörper abtastet, sondern auch seine Gefühle streichen über sie hinweg. So holt er die jungen Frauen aus ihren kollektiven Verhaltensmustern, erkennt ihre eigentliche Identität und schenkt sie ihnen zur neugierigen, überraschenden Betrachtung.

Vorwort Hans Dichands in einem Band über den "Mädchenfotografen" Peter Baumann.

Klar und wahr Mit dem Alter verschwindet die Jugend.

Manchmal muss man es wirklich ganz hart sagen, Kurier.

Es wabert unterm Schottenrock Ein modernes schottisches Märchen hebt da den Kilt - und drunter wabern narkotische Rauchschwaden hervor, die einem jegliches Gewissen vernebeln.

Rudolf John muss von den Schwaden einiges abbekommen haben.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige