Da lacht der Galerist

Kunst. Die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz, Subkultur und Event-Marketing verschwimmen. Werbefirmen haben die Kunst entdeckt, und in den Galerien darf jetzt wieder gelacht werden.


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Das Laub ist feucht vom Regen des Tages, ein kühler Augustwind streicht durch die nachtschwarzen Weiden des Donauparks. Wie wattige Nebelfetzen strömen Downtempo-Beats von Peter Kruder dem Besucher entgegen. "Es war wie in alten Raverzeiten, als man die Musik erst suchen musste", beschreibt eine Besucherin die Szene. Hoch oben zwischen den schlanken Laubbäumen dreht sich eine riesige Discokugel. Auf einer Lichtung steht ein Friseurstand, daneben ein Tisch, auf dem Crepes gegossen werden. "Es war eine märchenhafte Atmosphäre, relaxt wie das Frühstücksbild von Edouard Manet", erzählt die Besucherin gerührt. Die Bässe der wie die Schwammerln übers Areal verteilten DJs dringen aber auch an die Ohren von Anrainern. "Illegales Rave als Firmenfeier getarnt", steht am nächsten Tag in der Zeitung, obwohl die Jahresfeier von Fischer Film behördlich genehmigt war.

"Wien ist in dieser Hinsicht fürchterlich", klagt Hannah Neunteufel, Inhaberin der Eventagentur Hannah's Plan, die das "Event"

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