Schöner Wohnen online

Architektur. Eine Ausstellung im Architektur Zentrum Wien präsentiert "Kommende Architektur", überlastet damit die Rechner und unterfordert den Wissensdrang des Publikums.

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Endlich ist der Aufbruch da, dachte ich, während ich den einfühlsamen Pressekonferenzworten von Otto Kapfinger lauschte. Zugleich begutachtete ich jene fantasiereichen Ausstellungsvehikel, auf/in denen die global notwendige kommende Architektur angekommen ist: aus Industriespanplatten gefertigte und auf kleinen Industrierädern stehende Kisten, die mit ihren horizontalen und vertikalen Schautafeln wie Schreib- und Lesepult wirken. Je zwei von diesen Kisten bilden eine mobile Ausstellungseinheit. Insgesamt sind es zehn. Bestückt mit den Schautafeln erinnern sie an die Raumstudie der De-Stijl-Gruppe aus den Zwanzigerjahren. Oben auf den Kisten stehen wie auf Podesten kostbare Reliquien: iMac OS9. Kisten? Kultvehikel sind es. Mobile Gebilde für Transport und Präsentation von Kostbarkeiten. Innovationsaltäre.

Endlich ist wenigstens einem Computerhersteller der Durchbruch zur zeitgemäßen Formschönheit und fortschrittlichen Farbigkeit gelungen, wie wir sie aus der gegenwärtigen computergenerierten


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