Nüchtern betrachtet: Erwachsenenpop & Fleischkäse in Fft./M.

Kultur | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Nichts gegen Würzburg, aber innerhalb von eineinhalb Wochen viermal durch Würzburg zu fahren, das ist entschieden zu viel des Guten. Wenn ichs recht bedenke, habe ich übrigens doch etwas gegen Würzburg. Nicht nur, weil gleich nach Würzburg eine Abfolge von unendlich vielen Tunneln beginnt - ich meine, wenn die Landschaft keine ICE-Strecken verträgt, soll der Mensch es nicht besser wissen wollen und die Finger von Planierraupe und Stollenbohrer lassen -, sondern auch, weil ich im Oktober vorigen Jahres in Würzburg umsteigen musste. Der Nachtzug nach Wien hatte mich in Frankfurt verpasst, und so saß ich um halb drei Uhr morgens im Bahnhof Würzburg und wartete auf den Anschlusszug. Frankfurt hingegen! Frankfurt hat was. Ich weiß nur nicht, was. Ständig geht man in Frankfurt an einem Maredo-Steakhaus vorbei, und ich fürchte, es ist immer dasselbe. Zudem ist Frankfurt eine Seidel-Stadt: Bestellt man ein großes Bier, bekommt man ein Seidel eingegossen, es sein denn, man bestellt


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