Sideorders: Pöschl & Czech

Stadtleben | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Beide sind gewissermaßen für das Wesen dieser Stadt von unermesslicher Bedeutung: Im Film "Exit, nur keine Panik" erbrachte Hanno Pöschl den Beweis, dass Roadmovies auch in Wien Platz greifen können, in "Der Stille Ozean", dass man als labil beseelter Wiener im Herbst besser nicht in die Steiermark fährt. Hermann Czech wiederum prägte das Bild der Stadt nicht nur mit seiner Opern-Verglasung, sondern auch mit einer Reihe gastronomischer Betriebe, die Kult geworden sind. Miteinander zu tun hatten Familie Pöschl und Hermann Czech an folgenden Orten: Das Kleine Cafe, 1., Franziskanerpl. 3, Mo-Sa 10-2, So 13-2 Uhr.

Das düstere Schlauchlokal mit der U-Boot-Anmutung war Hermann Czechs erstes Gastronomie-Îvre, ein paar mehr oder weniger blinde Spiegel machen die Enge erträglich. Die Speisekarte ist nicht weiter erwähnenswert, die Stimmung und vor allem der Schanigarten aber schon: Die Tische mitten am Franziskanerplatz sind die besten der Stadt!

Salzamt, 1., Ruprechtspl. 1, Tel. 533 53 32, tägl. 17-1 Uhr.

Für damalige Verhältnisse revolutionär durchdachtes Konzept, Spiegel, autonomer Barbereich und ergonomische Sitzbänke. Das Salzamt zählt zu den Säulen des Bermuda-Dreiecks, gehört Hanno Pöschls Schwester Monika und Tale Banicevic.

Wunderbar, 1., Schönlaterng. 8, Tel. 512 79 89, tägl. 16-2 Uhr.

Wieder ein Beweis, dass gerade sehr kleine Lokale sehr gutes Design notwendig haben. Wird ebenfalls von Pöschls Schwester und Schwager geführt.

MAK-Cafe, 1., Stubenring 3-5, Tel. 714 01 21, Di-So 10-2 Uhr.

Hermann Czechs Eintritt in die neue Beisl-Phase, seit Eröffnung 1993 das moderne In-Cafe schlechthin, wieder mit Monika Pöschl gemeinsam gemacht.


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