Oben aus, nimmer leer

Neues Lokal. Das "Kleine Cafe" hat einen Ableger bekommen: gleicher Hanno Pöschl, gleicher Hermann Czech, gleich ums Eck, und doch ganz anders.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Kann sich noch wer an die "Weinstube Otto Obenaus" erinnern? Ich war ehrlich gesagt nie drin, so weit reichte das wissenschaftliche Interesse an lebendiger Volkskultur dann doch nie. Was man von außen durchs Fenster sah, reichte: ein winziges Beisl mit jeder Menge pittoreskem Kitsch, Grottenbahnabteilung, Puppenstube.

Das ist seit voriger Woche jetzt ein bisschen anders. Schauspieler und "Kleines Cafe"-Besitzer Hanno Pöschl erwarb mit seinem Freund und Teilzeitkoch Sigi Immervoll die Immobilie, rief wieder einmal Architekt Hermann Czech an (der schon das Kleine Cafe, das Salzamt und das MAK-Cafe für Pöschl und dessen Verwandtschaft gestaltet hatte) und eröffnete also das "Immervoll". Czech griff dafür auf das Konzept des "Theatercafe" zurück, verpasste dem putzigen Biedermeiergewölbe wie dort eine Bar mit schwebenden Glasregalen, diese gnadenlos geraden Bänke aus MDF-Platten im benützerfreundlichen Karton-Design sowie die hübschen schwarzen Lacktischchen. Die Lamperie (erst seit


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