Tier der Woche: Große Sprünge

Klagt ein Studentenvertreter: "Mit diesen Studiengebühren sind uns aber keine großen Sprünge mehr möglich." Antwortet die Ministerin: "Brauchen sie ja auch nicht, springen sollen bloß die Kängurus." Witz, schlechter

Stadtleben | Peter Iwaniewicz, iwaniewicz@falter.at | aus FALTER 39/00 vom 27.09.2000

Vor zwei Wochen habe ich davor gewarnt, Känguru-Witze zu erzählen, weil man mit diesen nur schlechten Geschmack beweisen würde. Zur Bestätigung sendete mir Frau U. aus Simmering oben stehenden Beleg ein.

Es muss ungefähr Anfang der Sechzigerjahre gewesen sein, als man in Österreich zum letzten Mal über Kängurus gelacht hat. Damals kam der Tierprofessor Otto Koenig auf die glorreiche Idee, Wallabys bei uns einzubürgern. Diese auch Bennettkängurus genannten Tiere überstehen mit ihrem dichten Fell den alpinen Winter. Sie ernähren sich von Rinde, Knospen und Gras, was sie zu ökologischen Konkurrenten der Rehe macht. Das fanden die heimischen Jäger nicht so lustig, wohl aber den Umstand, dass die Tiere auf die zugefrorenen Gewässerflächen sprangen, bei dünnem Eis einbrachen und ertranken.

Das Erlöschen der österreichischen Population von Wallabia rufogrisea hat es uns wahrscheinlich in den letzten Jahrzehnten erspart, dass im Herbst die Gastronomie traditionell gebeiztes Känguru


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