Abseits, das Unsichtbare

TRIBUTE Der deutsche Filmemacher Hartmut Bitomsky ist mit einem Dutzend seiner Arbeiten bei der Viennale zu Gast: "Imaginäre Architektur - Der Baumeister Hans Scharoun" ist eine davon.

JOHANNES BERINGER | Extra | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

In einem allgemeinen Sinn haben Film und Architektur dies miteinander gemein, dass es um "Raumgestaltung" geht. Der erste größere Aufsatz von Eric Rohmer hat zum Titel: "Film als Kunst des Raumes" (La Revue du cinema, Juni 1948). Rohmer war es auch, der Wert darauf legte, dass der Zuschauer sich in seinen Filmen räumlich zurechtfindet, er zum Beispiel in etwa weiß, wie eine Wohnung angelegt ist (wo das Bett steht, wie es zur Küche geht etc.), und auch bei Außenaufnahmen ein Gefühl für die Umgebung bekommt. Die Ausführungen von Andre Bazin zum "Realismus des Raums" dürften Ausgangspunkt für solche Überlegungen gewesen sein - aber räumliche Orientierung und Raumbewusstsein sind natürlich praktische Fragen, die sich bei jedem Filmdreh neu stellen. (Vielleicht hat Yasujiro Ozu mit seiner spezifischen kinematographischen Ästhetik die schönste Lösung dafür angeboten.) Architektur mit Film oder durch Film zu zeigen, ist trotz dieser Affinität gar nicht so leicht: Das Rechteck

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