Was heißt da Heimatliebe?

NEUE RECHTE Dreimal militanter Nationalismus und die Haltung der Filmemacher, die ihn porträtieren: Zwischen gesuchter Nähe und notwendiger Distanz bleibt nur sehr wenig Spielraum.

MAYA McKECHNEAY und MICHAEL LOEBENSTEIN | Extra | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

"Neustadt. Stau" (D 2000) Neustadt ist ein Vorort von Halle, Sachsen-Anhalt. Verwaiste Plattenbausiedlungen, Fußgängerzonen, Dosenbier, Arbeitslosigkeit, Glatzen und Springerstiefel: Die Bilder, die Thomas Heise in seiner Videodokumentation "Neustadt. Stau - Der Stand der Dinge" findet, erweitern die geläufige Assoziationskette zur Post-Wende-Tristesse. Heise, selbst in Ostberlin aufgewachsen, alterniert Impressionen des gesichtslosen städtischen Raumes mit Erzählungen rechtsgerichteter Jugendlicher. Dabei ist der Film nicht investigativ oder anklagend. Er verzichtet auf einen Off-Kommentar und beschränkt sich aufs Zuhören. "Ich habs halt mit der Heimatliebe ..." - Ein wegen Körperverletzung mehrfach vorbestrafter Bursche formuliert die eigene Haltung wohnzimmertauglich um. Ganz zahm hält er dabei die Hand seiner Freundin.

Dem "Landesvorsitzenden des Freiheitlichen Volks Blocks", noch keine 30 Jahre alt, arbeitslos und verschuldet, gestattet der Film sogar einen - offensichtlich

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