In der Wahlmonarchie

Inland. Warum die FPÖ nicht versteht und andererseits ganz genau versteht, was Demokratie ist.

Vorwort | Isolde Charim | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Die Regierung hat Wort gehalten: Sie liefert den versprochenen "heißen Herbst". Und dementsprechend stehen die Zeichen auf Sturm. Die Studenten protestieren, die Beamten überlegen Maßnahmen und der Österreichische Gewerkschaftsbund zieht auch mit. Sie alle (erstmals übrigens auch "schwarze" Gruppen wie die "Gewerkschaft öffentlicher Dienst" oder die "Aktionsgemeinschaft" innerhalb der Hochschülerschaft) leisten "Widerstand". Aber leisten sie "Widerstand"? Ist dieser "Widerstand" mit jenem des Februar vergleichbar? Richtete sich jener nicht gegen die Gefährdung der Demokratie durch eine rassistische Partei - und geht es diesem nicht um Partikularinteressen?

Der Umgang der FPÖ mit den Gewerkschaften liefert ein "negatives Lehrstück" zu dieser Frage: Hier wird gezeigt, wie eng die demokratische und die soziale Frage zusammenhängen. Die Art, wie Forderungen zurückgewiesen werden, die Art, wie die Gewerkschaften brüskiert werden (man denke hier nur an Äußerungen der Vizekanzlerin


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