Krampf ums Kind

Scheidung. Künftig dürfen Eltern auch nach der Scheidung gleichberechtigt für ihr Kind entscheiden. Sind sie erwachsen genug für die gemeinsame Obsorge? Männer sagen: Ja. Frauen und Kinderpsychologen: Nein.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Karin Resetaris ist super. "Sie lässt sich scheiden und startet mit 39 noch einmal voll durch", sagt Edgar Pree. Peter Resetarits sei auch super. Der lässt sich mit Staubsauger in der Hand fotografieren und beweise damit, dass nicht alle Väter "Verbrecher, Kinderschänder und Alkoholiker" seien, meint Pree. Er ist Obmann des Linzer Vereines "Recht des Kindes auf beide Eltern", der seit Jahren für die gemeinsame Obsorge kämpft und sich nun durchgesetzt hat. "Die Resetarits' bestehen auf das gemeinsame Sorgerecht", hat Pree in News gelesen und ist begeistert: "Sie wollen nicht in die Entscheidung gedrängt werden, wer jetzt noch Elternteil ist und wer nicht."

Zögern die beiden ORF-Moderatoren ihre Scheidung noch ein wenig hinaus, dann müssen sie vor Gericht nur mehr entscheiden, wo ihre Kinder in Zukunft leben werden. Wer die gesetzliche Vertretung übernimmt, regelt das Gesetz: beide. Alle Entscheidungen über Ausbildung, medizinische Betreuung oder Vermögen des Kindes treffen die


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