"Crisis? What Crisis?"

Europa. Peter Ludlow, Chef des Europäischen Politikinstitutes in Brüssel, über das Wesen der Euro-skeptischen Dänen, eine Verfassung für Europa und warum die EU-14 eine Niederlage, Österreich aber keineswegs einen Sieg errungen hat.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Dänemark lehnt den Euro ab. Nach acht Monaten Streit und Kompromiss verabschiedet ein Konvent aus Europaparlamentariern, Abgeordneten der nationalen Parlamente und Dutzenden Experten eine Grundrechtscharta, die nur eine unverbindliche Deklaration bleiben wird. Vorstellungen von einem Europa der zwei Geschwindigkeiten, mit einem inneren Kern von eng zusammengeschlossenen Mitgliedern sind wieder en vogue. Peter Ludlow, auf Einladung des Instituts für institutionellen Wandel der Akademie der Wissenschaften in Wien, bleibt dennoch entspannt. Analysen von einer europäischen Krise kosten ihn nur ein lapidares: "Crisis? What Crisis?"

Falter: Eine verzögerte Osterweiterung, ein schwacher Kommissionspräsident, ratlose Regierungschefs, dann Österreich, jetzt Dänemark. Europa schlittert von einer Krise in die nächste.

Peter Ludlow: Die Europäische Union war immer in einer Krise und nie in einer Krise. Ich bin unbeeindruckt von diesen Entwicklungen. Die Grundpfeiler der Union sind verhältnismäßig


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