Kleindienst, zu Diensten

Datenskandal. Die FPÖ-Spitzelaffäre weitet sich aus. Nicht nur Prominente, auch Polizeiopfer wurden von Polizisten bespitzelt. Das Innenministerium ist seit November 1998 über solche Vorgänge informiert.


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Der Mann kam eingegipst aus aus dem Spital. Er war von Polizisten zusammengeschlagen, als "Nigger" beschimpft worden. Im Herbst 1998 schilderte der Österreicher Camillus K. dem Falter einen - mittlerweile gerichtlich geahndeten - Polizeiübergriff. Einen der schlimmsten, den Wien je erlebt hatte. Sämtliche Medien berichteten darüber. Die Beamten wurden zu zwei Monaten Haft, der Afrikaner wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt.

Was hat das mit der - von der Zeitschrift Format aufgedeckten Spitzelaffäre um Andre Heller, Helmut Zilkund die Caritas zu tun? Auch in diesem Fall dürften freiheitliche Polizeivertreter, wenn nicht sogar Kleindienst selbst, streng vertrauliche Daten über das Vorleben des Polizeiopfers auf eigene Faust ermittelt haben. Der Zweck: Polizeiopfer sollen mundtot gemacht werden.

Der Fall gehört in eine Reihe von Bespitzelungsaktionen, die Kleindienst in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Formatgesteht. Der FPÖ-Gewerkschafter und auf zehn Jahre karenzierte

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