Kein Hubsi, kein Heli

Ulrichsberg. Ungestört schwenkten Kriegsveteranen, Kameradschaftsbündler und Burschenschafter am Sonntag in Kärnten ihre Fahnen und schwelgten in Erinnerungen. Die angesagte Gegendemonstration mit Hitlerdouble und Hubschrauber fand nicht statt.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Im Schritttempo rollt ein Wagen vor. Verdunkelte Scheiben. Die Fotografen werden aufmerksam. Langsam öffnet sich die Tür zum Fond. Doch etwa 30 Sekunden lang passiert gar nichts.

Dann steigt ein Mann aus. Brauner Uniformmantel. Kappe mit Reichsadler. Hitlerbärtchen. "Wir. Sind. Wieder. Da", sagt er und reißt den rechten Arm in die Höhe. Zehn Staatspolizisten stürzen sich auf ihn.

Das war nicht das 41. Ulrichsbergtreffen. Das war der letzte Opernball. Nein, am Sonntag trat Hubsi Kramar nicht wieder in seiner Paraderolle "Adolf Hitler" auf. Nein, es kreiste kein Hubschrauber über dem Kärntner Ulrichsberg. Nein, die Kriegsveteranen wurden nicht mit Richard Wagners Walkürenritt und Joseph Goebbels Sportpalast-Rede an die alten Zeiten erinnert. Angesagte Revolutionen finden nicht statt.

Der Plan zur "Operation Airstrike 2000" der Wiener Künstlerinitiative gettoattack war durchgesickert. Die Kärntner-Krone warnte tagelang vor der Demonstration "gegen das Friedensfest". Was den Ehrenpräsidenten


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