Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Wie bitte? Müssen wir jetzt jeden Samstag in der "Taxi Orange"-Show eine langwierige und -weilige Punktewertung a la Songcontest über uns ergehen lassen? Wenn Dodo Roscic ganz Europa "the results of the Austrian Jury" verkündet, ist das ja schick und schön. Dasselbe System wird auch bei "Taxi Orange" angewendet. Im Kleinformat: Die Bundesländer haben entschieden, hier sind die Ergebnisse aus Wien, Vorarlberg, blabla. Klasse! Die Tiroler geben den TXO-Tirolern die meisten Punkte, die Steirer den Steirern. Da kann man den Mikropatriotismus richtig ausleben und "seinen" Vertreter lieben. Und überhaupt: Dass 1000 Anrufer aus dem Burgenland wegen des Punktesystems 1-12 genauso viel zählen wie 100.000 Voter aus der Hauptstadt ist demokratiepolitisch echt bedenklich. Bei der zweiten Dodo-Gähn-Show hat es wieder Max erwischt? Die austropoppende Glatze ist immer noch der beliebteste TXO-Kandidat. Max warf dann "Trainer" Reinhard aus dem Haus. Aber nur, weil Chris zu den vier Beliebtesten gehört und laut "Spielregel" nicht rausdarf. Schließlich sorgt der farblose Leonardo-di-Caprio-Verschnitt für jede Menge Girlie-Quote. Fies.


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