Kommentar: Warum zahlen wir Fernsehgebühren?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Wenn ich dieser Tage mit Freunden, Bekannten, Blutsverwandten oder meinem Gaskassier rede, dann kommt das Gespräch relativ bald auf den ORF - wobei mit ORF, das muss hinzugefügt werden, das Fernsehen gemeint ist. Sind wir dann also beim staatlichen Fernsehen angelangt, dessen Nennung von Grimassen und Missbilligung signalisierenden pantomimischen Darbietungen begleitet wird, erfolgt der Auftrag: "Du bist doch Journalist, schreib was!"

Der Samstag zum Beispiel. An sich ein prima Wochentag. Man geht in die Theaterpremiere, ins Kino, greift zum guten Buch, betrinkt sich mit Freunden und freut sich auf den Sonntag. Oder man begeht den verhängnisvollen Fehler und sieht, was es im Fernsehn gibt. Nicht dass man unbedingt vorhatte zu schauen, aber man will einfach wieder einmal überprüfen, was der staatliche Zweikanal-Funk zur Hauptabendzeit anbietet. Und siehe, der Gebührenbezahler wird mit einer soliden Programmierung bedient, die ihm in den letzten drei Wochen eine Alternative zu "Taxi


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