Globale Gladiatoren/Radiohead-Diskographie: Vom Macker-Rock zur Elektronik

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Pablo Honey (1993) Kurz nach der Hochblüte des Grunge produzieren Radiohead ihr teils mit bedenklichen Macker-Rock-Idiomen durchsetztes Debütalbum: Bis auf den bei der Band mittlerweile verhassten Gassenhauer "Creep" ein erstaunlich unaufregendes Werk. "Ich stehe mit meiner Gitarre am Strand ... Ich will so sein wie Jim Morrison", singt Thom Yorke mit derart unverhülltem Pathos, dass man schon gar nicht mehr weiß, ob ers auch wirklich ironisch meint.

The Bends (1995) Unbeeindruckt vom rundum grassierenden Britpop-Boom verfeinern Radiohead ihre elegischen Breitwand-Tendenzen. Ihr zweites Album enthält einige heimliche Klassiker wie "Fake Plastic Trees", "Just" und "Planet Telex". Der gelegentliche Rückfall zu dramaturgischen Brechstangen wie heulenden Gitarrensoli und schlagartigen Lautleise-Kontrasten zeugt allerdings noch von mangelnder Selbstsicherheit.

OK Computer (1997) Von Douglas Adams' "Hitchhiker's Guide to The Galaxy" inspiriertes, episches Rockalbum, das der Band


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