Big in Kagran

Musik. "Ambros singt Waits": Auf seinem neuen Album findet der König des Austro-Pop mithilfe von Tom Waits zurück zu alter Größe; doch der bleibt dabei auf der Strecke.

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Wolfgang Ambros wird nicht wirklich warm. Die Spätsommersonnenstrahlen im Garten des Hotels Triest sind schon schwach, und vielleicht hat sein Frösteln auch ein wenig damit zu tun, dass er von den heimischen Medien in der Vergangenheit mehr "einstecken" musste als jeder andere Austro-Popper. Zudem kann Ambros heute bei seinen Veröffentlichungen nicht mehr automatisch auf ein breites Austro-Pop-Publikum und auf Ö3-Dauerrotation zählen. Eine unwirtliche Situation. Ambros holt sich sein Sakko.

Dabei müsste er gar nicht so verunsichert sein. Denn auf seinem neuen Album zeigt Ambros immerhin, dass er zu Recht das größte Denkmal des Austro-Pop ist. Mehr als zwanzig Jahre nach seinem Bob-Dylan-Cover-Album "Wie im Schlaf" (1978), das damals den Durchbruch in Deutschland bedeutete, nimmt sich Ambros der zeitlosen Songs des amerikanischen Singer-Songwriters Tom Waits an. Auf "Ambros singt Waits - Nach mir die Sintflut" übersetzt er zwölf Waits-Klassiker ins Wienerische - "nicht eins zu eins,


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