Gratzer ermittelt/Musik + Theater: Alles neu im Schauspielhaus

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Wieder mal alles neu im Schauspielhaus. Für die Saison 2000/01 macht Direktor Hans Gratzer aus seinem Theater ein Musiktheater. Sogar ein spezialisiertes: Ausschließlich (Kammer-)Opern vor Mozart und nach Richard Strauss werden gespielt, in Zusammenarbeit vor allem mit der Wiener Akademie (deren Leiter Martin Haselböck den Spielplan zusammenstellte), aber auch mit der freien Wiener Operngruppe NetZZeit um Michael Scheidel und mit dem Klangforum Wien. Dafür ließ Gratzer sogar die Bühne des Hauses umbauen, nach Art von Andrea Palladios berühmtem Renaissance-Theater Olimpico in Vicenza.

Gleich zur Eröffnung wird der Hausherr sein Debüt als Opernregisseur geben, mit Georg Friedrich Händels Nymphenstück "Acis und Galathea" (Premiere: 7.10.); kurz danach stehen Kurt Weills "Sieben Todsünden" und das "Mahagonny Songspiel" auf dem Programm (25.10.). Weitere Highlights der insgesamt neun Produktionen: "As I crossed the Bridge of Dreams" von Peter Eötvös (7.12.), die Uraufführung von Wolfgang Suppans "Vivace" (5.1.) und "La Contessina" des Wiener Hofkomponisten Florian Gassmann (3.2.); Helen Schneider singt in der Erstaufführung von Robert Rodriguez' "Frida Kahlo" (21.3.), und für die nächsten Wiener Festwochen wird Martin Haselböck Joseph Haydns Marionettenoper "Die Feuersbrunst" leiten (6.6.).

Information unter Tel. 317 01 01 oder www.schauspielhaus.at; Karten unter Tel. 505 63 56 oder www.jeunesse.at.


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