Museum in progress

Filmpolitik. Die Zukunft des Österreichischen Filmmuseums ist sowohl in finanzieller als auch in struktureller und personeller Hinsicht ungewiss. Wie sie aussehen soll, darüber gehen die Ansichten seit Jahren auseinander.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Die aktuellen Kürzungen des Bundes treiben uns in den Ruin." Letzte Woche fand der nicht unbedingt für seine extrovertierte Öffentlichkeitsarbeit bekannte Direktor des Österreichischen Filmmuseums, Peter Konlechner, in einem APA-Interview klare Worte für die Sparpläne der Bundesregierung. Selbst durch das verstärkte finanzielle Engagement der Stadt Wien seien die "Kürzung der Bundesmittel um 13,5 Prozent (700.000 Schilling) nicht mehr aufzufangen".

Dass das Filmmuseum chronisch unterbudgetiert ist, ist in der Filmszene ein altbekannter Missstand. "Diese Kürzungen sind tatsächlich lebensbedrohlich", meint Viennale-Direktor Hans Hurch, und Peter Kubelka, Mitbegründer der in ihren Verdiensten unbestrittenen Institution, bedauert: "In den 36 Jahren des Bestandes ist es nicht gelungen, der jeweiligen Regierung klar zu machen, was ein sinnvolles Budget ist. Ein Aufwand von jährlich 15 bis 20 Millionen ergibt sich allein aus den Konservierungskosten."

Die unter Franz Moraks Vorgänger


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige