Mit voller Blase

Kunst. Das Künstler-Duo Sabine Bitter und Helmut Weber braucht keinen Holzhammer, um seine Kritik an der neoliberalen Weltordnung und den Planungsfantasien der Nach-moderne umzusetzen.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Was uns manchmal fehlt, ist die Resonanz in Österreich." Sabine Bitter, Jahrgang 1960, und Helmut Weber, Jahrgang 1957, sind wieder in Wien. In den letzten Jahren bereisten sie New York, Rio, Johannesburg, Vancouver und Linz - als Kunstexperten für urbane Geografie. In der niederländischen Stadt Almere zeigten sie heuer das Projekt "City Alias", das sich mit den schicken 3-D-Visionen der Desktop-Architekten in den Niederlanden auseinander setzt, wo Leute wie Rem Koolhaas ihre Vorstellung einer Leisure City realisieren. Helmut Weber nennt es das "Mittelklasse-Einfamilienhaus-2-Autos-Modell." Seit Koolhaas' Büro die Planung für ein Büroviertel in Downtown übernommen hat, gilt Almere auch als zukünftige Hochburg der New Economy.

Für Weber und Bitter funktioniert das Architekturparadies Niederlande vor allem deshalb, weil dessen Infrastrukturen vom Staat stark gefördert wurden: Publikationen, Ausstellungsräume, Unis und Kongresse bilden die Grundlage für den Erfolg der Planungsbüros.


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