Sideorders: Paris, Austria

Stadtleben | aus FALTER 40/00 vom 04.10.2000

Auch wenn es sich beim so genannten "französischen Paradoxon" um etwas anderes handelt (Franzosen essen fetter, sterben aber seltener an Herzinfarkt), so könnte damit dennoch die gastronomische Situation in Wien gemeint sein. Denn: In keiner anderen Stadt des westlichen Kulturkreises ist die französische Küche so selten wie hier. Außer hier: Bordeaux, 9., Serviteng. 2, Tel. 315 63 63, Mo-Sa 18-1 Uhr.

Das hübsch und modern gestylte Lokal in der pariserischsten Gasse Wiens ließ bis jetzt küchenmäßig eher aus. Seit kurzem gibts ein neues Team (Restaurantleiter und Koch waren vorher im Theatercafe). Mehr Info demnächst.

Salut, 1., Wildpretmarkt 3, Tel. 533 13 22, tägl. 11.30-14, 18-24 Uhr.

Bistro, so wie man sichs hier vorstellt. Mit Klischees wird nicht gespart, das Essen ist ziemlich gut.

La Maree, 19., Billrothstr. 29, Tel. 367 62 61, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Sympathisches Souterrainlokal mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrucht. Eher mediterran denn reinsortig französisch.

Elsässer Bistro, 9., Währinger Str. 32, Tel. 319 76 89, Di-Fr 11.30-15, Mo-Sa 18.30-24 Uhr.

Französischer gehts nicht mehr: Elsässer Küche auf definitiv französischem Boden (das Palais Clam Gallas ist das französische Kulturinstitut). Toller Park, feine Atmosphäre, dennoch nicht mehr die Klasse von früher.

El Fontroussi, 3., Reisnerstr. 39, Tel. 712 54 30, Mo-Fr 11-14.30, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Uriges Beisl mit hübscher Schank und belgisch-französischer Küche.

Creperie Spittelberg, 7., Spittelbergg. 12, Tel. 526 15 70, tägl. 18-24 Uhr.

Kontinuitätsfaktor am Spittelberg, netter Wintergarten, urige Atmosphäre, ambitionierte, nicht fundamentalistische Bistroküche.


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