"Wahrheit, Tochter der Zeit"

Regierung. ÖVP-Klubobmann Andreas Khol über das Melken der Kühe, die Furcht vor Jörg Haider, die Nicaragua-Fraktion im ORF und Hans-Jörg, seinen Liebling bei "Taxi-Orange".

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Andreas Khol muss bei der "Zeit im Bild" nicht mehr hinschauen; er hört fern. "I kenn die G'frieser schon", sagt der Tiroler, als die Falter-Redakteure höflich zur Seite rücken wollen. Kein Wunder: Als ÖVP-Klubobmann sitzt Khol an einer wichtigen Schnittstelle zwischen Schwarz und Blau. Deshalb wollte er sich im Interview zur FPÖ-Spitzel-Affäre auch nicht äußern. Wortreich hingegen verteidigte der Christlich-Konservative die Sparpläne der Regierung, die am Donnerstag im Parlament debattiert werden.

Falter: Im Mai sagten Sie in einem "profil"-Interview: "Steuervorschläge sind typisch sozialistische Vorschläge." Dürfen wir Sie jetzt einen Sozialisten nennen?

Andreas Kohl: Dürfen Sie nicht. Unser mittelfristiges Ziel ist nach wie vor, die Steuern und Abgaben zu senken. Hätten wir aber nicht die Verantwortung in dieser neuen Regierung übernommen, wäre die Steuerlast gewaltig angestiegen.

Noch im Vorjahr sagten Sie aber als einer derSprecher der damaligen rot-schwarzen Regierung:


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