Grünes Schleimmonster

Fernsehen. Das ORF-Fernsehen hat wieder einmal ein neues Design. Die beiden Programme ORF 1 und ORF 2 wurden optisch voneinander unterscheidbar gemacht - und passen so besser zum Rest auf der Fernbedienung.

Christopher Wurmdobler | Medien | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Ein glibbergrünes, transparentes Schleimmonster hüpft gemeinsam mit schönen jungen Menschen durch einen dreidimensionalen Weißraum; ein roter Würfel blättert durch Heimatgefühle, Traumschiffreisen und die dritte Dimension, bleibt dabei aber brav in der Mitte: Seit letzter Woche sieht der ORF wieder einmal ein bisschen anders aus. Kanal eins und zwei sind zwar weiterhin grün und rot, aber im Auftritt weniger miteinander verwechselbar. Zumindest nicht miteinander, aber dafür vielleicht mit der Konkurrenz auf der Fernbedienung.

Mit dem neuen Corporate Design von ORF 1 und ORF 2 kommt der "Öffi" den privaten TV-Sendern optisch nämlich ganz schön nahe. 1993 war das Erscheinungsbild des österreichischen Staatsfernsehens vom britischen Stardesigner Neville Brody rundumerneuert worden, mit dem Ziel, der privaten Konkurrenz ein klares optisches Statement entgegenzusetzen: Stil statt schrille Animationen, zweidimensionale Signations statt umherwirbelnder Computerbilder.

"Die Logos an sich

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