Vielfalt und Einfalt

Debatte. Neues von der Auseinandersetzung über Medienkonzentration: Eine Mitteilung, eine Richtigstellung, zwei Briefe.

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Es gibt ein Thema, das in den Medien immer und nie diskutiert wird: Medien. Das Schweigen versteht sich von selbst. In den Bierbrauereien wird zwar gerne über alle möglichen Biere und deren Probleme gesprochen, auf den Flaschen und Dosen redet die Brauerei nur von der eigenen Marke. Tue Gutes und rede nicht über die anderen, lautet die Devise. Das gilt übrigens für jeden, also auch für uns. Die bloße Tatsache, dass sich der Falter gestattet, andere Medien zu kritisieren, bedeutet nicht, wie man ihm mitunter unterstellt, dass er sich damit außerhalb der Kritik rücken möchte.

Das Schweigen der Medien über Medien in den Medien ist insofern bedauerlich, als das Publikum daran gewöhnt wird, dass Medien in Medien nur so vorkommen: als Loblieder über das eigene Medium, als Schmähgesang auf die Konkurrenz oder als Ausdruck irgendwelcher Bündnisse und Feindschaften. Das schönste Beispiel sind Illustrierte, die das Wort "Media" sogar im Titel führen, deren Berichterstattung aber wenig


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