Achten Sie auf die Marke!

Viennale. Das Wiener Filmfestival hat sich vom Cineastentreff zur populären Großveranstaltung entwickelt: Wie macht das die Viennale? Direktor Hans Hurch und außenstehende Beobachter der Szene geben Antworten.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Es ist paradox: Alle Jahre wieder fiebert die Wiener Kino-Community der Viennale entgegen, und dann werden als Erstes die Filme gestürmt, die wenige Tage nach Ende des Festivals ohnedies ins Kino kommen. Wer jetzt noch keine Karten für "Dancer in the Dark", das neue Melodram von Lars von Trier, für "Merci pour le chocolat", die neue Bourgeoisie-Studie von Claude Chabrol, oder "Summer of Sam", das neue Straßenlehrstück von Spike Lee, reserviert hat, muss sich auf die Warteliste schreiben lassen - oder eben noch ein wenig gedulden.

Für die meisten der insgesamt 185 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die heuer auf der Viennale laufen, gibt es jedoch noch Karten. Und wer sie verpasst, wird vielleicht nie wieder die Gelegenheit haben, das Versäumte nachzuholen. Die Mehrzahl der Viennale-Filme läuft vermutlich nie regulär im Kino an. Dass sich die Massen dennoch zunächst auf die großen Namen stürzen, hängt nicht nur mit der unwiderstehlichen Sogkraft des Mainstream, sondern auch damit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige