Streifenweise

Kultur | Maya McKechneay | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Mit der Schöpfung soll man bekanntlich nicht spaßen. Zum Beweis sah schon eine ganze Legion größenwahnsinniger Wissenschaftler - von Frankenstein über Seth Brundle aus "The Fly" bis zu den Dinozüchtern aus "Jurassic Parc" - auf der Leinwand einer gerechten Strafe entgegen; Jung-Forscher Sebastian Caine (Kevin Bacon) sollte also eigentlich wissen, was es geschlagen hat. Paul Verhoevens "The Hollow Man" ist ein inoffizielles Remake des James-Whale-Klassikers "The Invisible Man" von 1933. Die Story-Outline ist ident: Ein junger Wissenschaftler findet die Formel, die ihn im Selbstversuch unsichtbar macht. Nur mit dem anschließenden Wieder-sichtbar-Werden klappt es nicht. Nebenwirkung der Transparenz ist eine Charakterveränderung, die ihn zum aggressiven Killer werden lässt. Verhoeven setzt den Stoff als animierten "Körperwelten"-Horror um, mit zuckenden Sehnen- und Muskelmassen. Im letzten Viertel wendet sich das ohnehin vorhersehbare Sci-Fi-Horror-Spektakel zum schematischen Katastrophenfilm,


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