Opern End

Musiktheater. Opern-Boom in Wien? Im Schauspielhaus schließen Hans Gratzer und Martin Haselböck eine programmatische Lücke im Opernangebot der Stadt. Die Zukunft von Wiens jüngstem Musiktheater ist dennoch ungewiss.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Perlenkette, Smoking und Champagner? Schwülstige Musik und fade Plots? Dicke Sänger an der Rampe und Buhrufe für jeden Ansatz von Regie? Nicht immer - sogar immer weniger! Auch in Wien ist Bewegung in die Opernszene gekommen, bemühen sich Direktoren, Dramaturgen und PR-Experten darum, das längst schon überholte, aber immer noch weit verbreitete Klischee von der steifen Luxusvergnügung für die High Society endlich loszuwerden. Der Frackzwang ist abgeschafft, die Suche nach dem heiß begehrten "neuen Publikum" beschert der Stadt ein zunehmend breites Angebot an Musiktheater ohne Mief.

Der neue Volksoperndirektor Dominique Mentha etwa verpasste seinem Haus vergangene Saison eine poppige Corporate Identity, programmiert verstärkt Werke des 20. Jahrhunderts und wendet sich - etwa durch das Engagement der DJs Pulsinger und Tunakan für das Ballett "Schwanensee Remixed" - erfolgreich an Musikfans, die bislang noch kein Opernhaus von innen gesehen hatten. Sogar in der Staatsoper, dem elitären


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