Stadtrand: Return of the Zelt

Stadtleben | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Viennale ist. Und was im letzten Jahr aus irgendeinem unerfindlichen Grund gefehlt hat (und an dieser Stelle auch ordentlich bemeckert wurde), ist heuer wieder mit dabei: das Viennale-Zelt. Das temporäre Szenelokal im Stadtpark gehört nämlich zum Herbst dazu wie Maronibrater und Nieselregen. Menschen, die täglich zehn Filme anschauen müssen, verbringen hier ihre Verschnaufpausen. Menschen, die nur gelegentlich Viennale-Gäste sind, kommen her, um beispielsweise die Film-Prominenz am runden Tisch zu betrachten. Und Menschen, die mit dem Viennale-Programm nichts bis überhaupt nichts anfangen können, kommen her, um ihre cineastisch veranlagten Freunde und Bekannten wenigstens ab und zu noch zu Gesicht zu bekommen.

Kurz: Wenns draußen stürmt und regnet, ist das plüschig-rote Viennale-Zelt der richtige Ort zur richtigen Zeit. Hier ist es stets gemütlich warm (eher wegen der Menschenmassen als wegen der Heizkanonen), die Musik tönt nach FM4, das Getränke- und Snackangebot passt ebenfalls, und das Servicepersonal ist wahrscheinlich wieder schwer überfordert, aber trotzdem immer noch herzlich. Wenn mich also wer suchen sollte: Die nächsten zwei Wochen bin ich im Stadtpark. Zelten. Danke, Viennale. C. W.


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