Keine Leiberln mehr

Neues Lokal. Ein ehemaliger Boutiquenbesitzer kehrte auf den Spittelberg zurück und übt sich hier nun in Salat-Kürbiskern-Variationen.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 41/00 vom 11.10.2000

Walter Oberenzers erstes Lokal hieß "L.M." und befand sich in der Stuckgasse. Szenen aus "Müllers Büro" wurden dort gedreht, ein "New-Wave-Lokal" sei es gewesen. Dann eröffnete Oberenzer eine Boutique in der Judengasse, in der er sich zum Beispiel um den Vertrieb der Produkte des hervorragenden, jedoch weitgehend unbekannten Designers Antonio Miro aus Barcelona kümmerte. Als der Spin des Bermudadreiecks nachließ, übersiedelte er mit dem Laden in die Himmelpfortgasse, jedoch erwies es sich dort als unmöglich, eine Miete von öS 60.000 Schilling hereinzubringen. Also wieder Gastronomie.

Günter Kerbler hatte noch ein Lokal aus seinem letzten Gastronomie-Kraftakt übrig, nur vier Gassen vom früheren L.M. entfernt und außerdem seit einigen Monaten ruhend. Oberenzer übernahm das ehemalige La Fuente in der Schrankgasse, die gefloppte Tapas- und Cocktailbar mit der schwierigen Raumaufteilung in drei Etagen, ließ gelb, orange und grün ausmalen, besorgte neue Tische und Sessel und einen


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