Alle Jahre wieder

Integration. Ist es gerechtfertigt, Menschen, die zum Wohl des Landes beitragen, jahrelang das Zusammenleben mit ihrer Familie zu verwehren?

Vorwort | Wilfried Embacher | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

"Ihr Kinderlein kommet", wünscht sich die freiheitliche Sicherheitssprecherin, die mit dem Argument, die Österreicher sollen "mehr Kinder kriegen", gegen eine Erhöhung der jährlich festzulegenden Zuwanderungsquote eintritt, weil es doch nicht sein könne, "dass alles, was die Industriestaaten dringend brauchen, eingeflogen wird, egal woher". Die Bundesregierung hat sich ebenfalls gegen die vom Innenminister geplante Erhöhung von 8000 auf 9500 Erstniederlassungsbewilligungen (davon nahezu unverändert 5400 für die Familienzusammenführung) ausgesprochen. Die derzeit stattfindende Diskussion um die Quote für das Jahr 2001 verdeutlicht, unter welchen Gesichtspunkten Entscheidungen in der Zuwanderungspolitik getroffen werden.

Die erwähnte Zahl von 8000 Neuzuwanderern wird in der Öffentlichkeit häufig mit der tatsächlichen jährlichen Veränderung des Anteils der ausländischen Bevölkerung - in Zahlen ausgewiesen sind das rund 750.000 Menschen - verwechselt.Einbürgerungen und Abschiebungen


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