"Das Ding muss weg!"

Widerstand. Seit 9. Februar verstört die "Botschaft besorgter Bürger" die Sisi-Idylle am Heldenplatz. Wird der "Gerümpelhaufen" (Burghauptmannschaft) nun entfernt?

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Donnerstag, 17 Uhr. Noch sind die Hunde am Heldenplatz in der Überzahl. Nur einige Touristen verirren sich zu dem kleinen Container am Ballhausplatz. "We are the Austrian embassy of resistance", erklärt eine "Botschafterin" einem amerikanischen Touristen. Der Amerikaner versteht nicht ganz, was die engagierte Mittdreißigerin ihm da erzählt. Botschaften sehen anders aus. Keine schwarzen Limousinen sind geparkt, nur einige klapprige Fahrräder stehen herum. Statt des Cocktailempfangs werden Besucher mit Dritte-Welt-Kaffee und selbst gebackenem Kuchen umsorgt. Trotzdem sind der vollgeklebte Container und die mit Flugblättern überfüllten Heurigentische unter dem weißen Partyzelt fast schon eine Wiener Institution. Bei ihrer Errichtung hat sogar der Kabarettist Josef Hader mit Hand angelegt. Die Widerstandsburg steht genau dort, wo sich täglich Tausende versammelt haben, um gegen die neue Regierung zu protestieren. Genau an der Stelle, an der ein Eierregen wütender Demonstranten auf


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