"Wie die Habsburger"

Ausländer. Innenminister Ernst Strassers Plan, den Zuzug ausländischer EDV-Experten zu erleichtern, scheiterte an der FPÖ. Für den Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz gibt es keine sinnvolle Alternative zur Zuwanderung.

Gerald John | Politik | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Einen so großen Wirbel hat der Innenminister bei der Präsentation seines Vorschlags wohl kaum erwartet. Dabei plante Ernst Strasser lediglich die Erhöhung der Ausländerquote um 1500 Computerfachkräfte. Die Freiheitlichen schäumten. Obwohl Arbeitsmarktexperten dies schon lange fordern, beugte sich die ÖVP dem Druck des Regierungspartners und ließ ihren Innenminister im Regen stehen. Auch für Rainer Münz, Demograph an der Humbold-Universität in Berlin, ist die Anwerbung neuer Arbeitskräfte aus dem Ausland dringend notwendig. Nur dadurch sei es möglich, am internationalen Markt konkurrieren zu können und den Lebensstandard in Österreich zu halten.

Falter: Herr Münz, der Innenminister meint, wir brauchen mehr Ausländer. Die FPÖ sagt, wir brauchen mehr Kinder. Welche ist die intelligentere Version?

Rainer Münz: Beide.

Beide?

Die Kinder sind die Arbeitskräfte des Jahres 2020. Das tröstet aber die Softwarefirmen nicht, die heute keine EDV-Techniker finden.

Aber die Wirtschaft braucht

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige