Hilfe für Unbegleitete

Asylheim. Mit dem Geld, das ein jüdischer Flüchtling von der Creditanstalt als Entschädigung erhalten hatte, wurde in Niederösterreich ein Heim für unbegleitete Flüchtlingskinder aufgebaut.

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Es kommt selten vor, dass Flüchtlingsorganisationen Grund zum Feiern haben. Letzte Woche war es wieder einmal so weit. Neben Graz wurde nun vom Evangelischen Flüchtlingsdienst in Niederösterreich eine eigene Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge eröffnet. Das Haus in einer ruhigen Nebenstraße in der kleinen Gemeinde Hirtenberg ist festlich herausgeputzt. Kinder verteilen Essen und Getränke, schauen neugierig, wer sich "ihr" Haus ansieht.

Schon bei der Eröffnung ist die neu geschaffene Unterkunft fast vollständig belegt. Die momentan 19 Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis neunzehn Jahren stammen aus osteuropäischen Staaten, dem Sudan, Nigeria und Afghanistan. Sie werden von fünf Angestellten des Flüchtlingsdienstes betreut und können im Ort in die Schule gehen. In einem kleinen Atelier können die Kinder und Jugendlichen töpfern, malen oder mit Holz arbeiten. "Das Haus wird von uns betrieben, den größten Teil der Betreuungskosten übernimmt aber das Land Niederösterreich",


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