Wienbild

Politik | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Nun ist es amtlich: Charles Ofoedu ist kein Drogenboss. Sondern ein Geldwäscher. Der Schriftsteller (im Bild mit Verteidiger Andreas Fehringer) wurde vergangene Woche vom Wiener Landesgericht wegen Geldwäsche von rund 900.000 Schilling zu zehn Monaten Haft (nicht rechtskräftig) verurteilt. Sein Prozess verlief merkwürdig. Ein anonymer Zeuge mit Helm wurde erst nach Anklageerhebung einvernommen und wird vom Gericht nun als Hauptbeweis geführt. Die Zeugenaussagen der Polizisten wurden erst nach Protesten ins Englische übersetzt. Ofoedu selbst wurde verurteilt, weil er vor der Polizei ein Geständnis abgegeben hatte. Später hatte der Schriftsteller seine Angaben widerrufen. "Aus taktischen Gründen", vermutete nun Richter Kurt Wachsmann. Der Vorwurf, Teil einer kriminellen Organisation zu sein, wurde von der Staatsanwaltschaft fallen gelassen


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