Kommentar: Oops, I did it again!

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Carl Aigner, Direktor der Kunsthalle Krems, hat wieder einmalKunststaatssekretär Franz Morak eingeladen. Einmal ist keinmal. Beim zweiten Mal tuts weh. Im Unterschied zur Schiele-Waldmüller-Rainer-Ausstellung im Sommer erwarteten den Sekretär freilich diesmal nicht nur sanktionierte Werke der Kunstgeschichte, sondern auch lebendige Kunstproduzenten, darunter solche, die auch gern mal auf die Donnerstagsdemos gehen und durch die Gestaltung von Anti-Regierungsplakaten hervorgetreten sind. Sie behaupten, von der Morak-Einladung nichts oder zu spät erfahren zu haben, um noch reagieren zu können.

In der Ausstellung "Milch vom ultrablauen Strom" ist die Creme de la creme der österreichischen Gegenwartskunst versammelt. Das Ausstellungskonzept von Kurator Wolfgang Denk war bereits lange vor dem Regierungswechsel fertig, und auch der Titel, der jetzt wie ein höhnischer Kommentar über die Aufregung zu Ausstellungsbeginn klingt, stand damals bereits fest. Egal, welche Farbe der Strom hat:


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