On and on and on ...

Fritz Grohs (1955-2000). Der Ende September in Berlin verstorbene Künstler, Musiker und Schriftsteller war eine zentrale Randfigur der Wiener Szene. Eine Spurensuche.

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

"Waren Sie schon mal in Berlin?"

"Ja, aber damals hab ich noch nicht mit mir selbst gesprochen" Fritz Grohs (aus: "Alltag ist Pflicht") Auf der Künstlerliste zu einer derzeit laufenden Gruppenausstellung in der Grazer Pfarrkirche St. Andrä findet sich - auf Seite 150 im kleinen dicken Katalog des steirischen herbstes - der Name Fritz Grohs. In der Ausstellung aber sucht man vergeblich nach einer Arbeit des Künstlers: Als der Kurator im Sommer bei Grohs anrief, ging dieser nicht mehr ans Telefon. Einige Wochen später, am 25. September, war er tot. Aus irgendwelchen verworrenen Gründen wurde die Todesnachricht erst vorige Woche veröffentlicht.

Fritz Grohs ist tot. Fritz who? Dass auch viele Kunstinteressierte mit seinem Namen nicht auf Anhieb etwas anfangen können, ist Teil eines Problems, das man erst jetzt nicht mehr übersehen kann. Wer nach Gründen seines Todes sucht - und mit 45 stirbt man nicht grundlos -, stößt unweigerlich auf die Frage, wie es möglich war, dass

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