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Günter Brödl (1955-2000). Das Mastermind hinter der heimischen Poplegende Kurt Ostbahn ist vergangene Woche in Wien gestorben. Ein Nachruf.

Kultur | Walter Gröbchen | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Wer sich retten tut, der hat zum Untergang kan Mut.

Falco: "Titanic" Der Tod kann eine grausam banale Angelegenheit sein. Günter Brödl war 45, als er nach einer aufgeregten Diskussion mit einem Wiener Vorstadt-Bühnenchef nach Hause kam, mitteilte, es gehe ihm sehr schlecht, umfiel und starb, bevor noch der Notarzt eingetroffen war. Herzschlag. Dabei hatte der "Trainer", wie ihn professionell verbundene Freunde nannten, gerade in den letzten Jahren entspannt und vital gewirkt wie selten zuvor, oft braun gebrannt vom Teneriffa-Steuer-Exil, erfolgreich mit fast allen seiner vielfältigen Aktivitäten. "Wir waren mitten in der Produktion einer neuen Ostbahn-CD", so Willi Resetarits, "und am Schreiben eines Drehbuchs zu einem neuen Film. Niemand hat damit gerechnet."

Die Geschichte um die Genesis des Kurt Ostbahn, dem Resetarits Gesicht und Stimme verliehen hat und Brödl Sprache und Seele (obwohl die Grenzen dieser Verschmelzung in einer Gestalt selbst für ihre Schöpfer nicht


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