Nüchtern betrachtet: Die Wahrheit über den Schraubglasneger

Kultur | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Die wenigsten wissen, wie schwer es der Schraubglasneger hat. Die Firma, bei der er arbeitet - ein Reis-Multi, der erfolgreich versucht, sein Hauptprodukt mithilfe pseudoexotischer Fertigsoßen unter die Leute zu bringen -, hat ihn durch einen umstrittenen Knebelvertrag dazu verpflichtet, den Hauptabnehmern ihrer Produkte, also Junggesellen mit einer gefährlichen Vorliebe für grasgrüne Sakkos, deren kulinarische Inkompetenz mit ihrer erotischen Einfallslosigkeit wetteifert (wir sind jetzt wieder bei den Junggesellen und nicht mehr bei ihren Sakkos), beizuspringen, wann immer diese (noch immer ist von Junggesellen die Rede) in akuten Beischlafsnotstand geraten und Damen von fragwürdigem Geschmack mittels eines pfiffigen Reisgerichts ins Bett zu locken gedenken. Dank der magischen Kräfte des Schraubglasnegers, der mit einem einzigen Fingerschnippen geschmacksverstärkte Gemüsestückchen und Reis zu einem "köstlichsten Gericht" zusammenmontiert, gelingt ihnen das. Hat der jeweilige


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