Richies Welt

Lugner City. Richard Lugners Imperium schlägt zurück. Nach seiner Schlappe bei den Nationalratswahlen feiert der Baulöwe, Selbstdarsteller und Möchtegern-Politiker zehn Jahre Lugner City: Mit dem neuen Mausi-Markt, dem Baubeginn seines Kinocenters und Plänen für seine Wolkenspange über den Gürtel. Nur von Politik hat Lugner die Nase voll. Vorläufig.

Julia Ortner | Stadtleben | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Manchmal schaut Richard Lugner wie ein kleiner Bub aus, der gerade ein neues Spielzeug bekommen hat. Dann vergisst der freundliche, etwas schmuddelige ältere Herr sein professionell-vertrauliches Lächeln. Und bekommt leuchtende Augen beim Anblick einer Baustelle. "Ich habe 20 Jahre davon geträumt, ein echtes marokkanisches Restaurant zu bauen - mit Originalinterieur aus Marokko", erzählt Lugner und befühlt die blauen Mosaiksteine. "Dieses Mosaik wird extra aus Marokko gebracht und hier von Experten verlegt." Auch sonst hat sich der Baumeister bei der Einrichtung seines neuen Lieblingsspielzeugs nicht lumpen lassen: Alleine die Stuckarbeiten an der Decke haben Wochen gedauert. Marmor, Onyx, Möbel und Lampen wurden in Marokko geordert, die Mosaik-Spezialisten kommen auch von dort. Und wofür der ganze Aufwand? Für Lugners neuesten Streich: Den Mausi-Markt - eine neue Gastronomiemeile im Obergeschoß der Lugner City. Mittelpunkt des Markts ist das marokkanische Restaurant, der gesamte

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