Liebe Leserin, lieber Leser!

Extra | Klaus Nüchtern & Klaus Taschwer | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Was machen Sie eigentlich mit all den Büchern, die Sie, wohl beraten von den Rezensenten dieser Falter-Buchbeilage, demnächst gekauft und gelesen haben werden? Richtig: in Ihre Bibliothek stellen. Und was, wenn die Bibliothek eines Tages einfach verschwindet? Vielleicht verschwindet sie eh nicht, aber was wenn? Über das Verschwinden der Bibliothek gab jedenfalls Dieter E. Zimmer in einem Gespräch Auskunft. In einem Interview mit dem Jean-Amery-Preisträger Franz Schuh geht es dann u.a um den Rest, den man so braucht: Liebe, Glück, Fernsehen. Und dass Schuh für den fetten Foto-Schwerpunkt dieses Heftes verantwortlich ist, hängt damit zusammen, dass er auch über Nietzsche nachgedacht und sich mit Konrad Paul Liessmann unterhalten hat, dessen Nietzsche-Buch von Leopold Federmair ebenso besprochen wurde wie das von Rüdiger Safranski.

Der Triple-Null im Jahresdatum trägt Ernst Strouhal als Rezension zweier Werke bei, die sich mit der Null befassen. Noch beliebter als Nullen-Bücher sind derzeit aber Nachdenkbreviere über Österreich. Falter-Chefredakteur Armin Thurnher, dessen Buch "Heimniederlage" soeben erschienen ist, hat nicht nur sechs Werke dieser boomenden Gattungbesprochen, er ist überhaupt und erstmals der fleißigste Autor der Buchbeilage: Steuerte er doch auch gleich Beiträge zu unserem Polen-Schwerpunkt bei. Dem Länderschwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse tragen wir auch mit unserem Cover Rechnung: Es zeigt den Querschnitt durch eine so genannte "Polnische", eine hierzulande sehr beliebte Wurstsorte. Ansonsten haben wir uns belletristisch wie schon im Frühjahr vor allem der jungen österreichischen und deutschen Literatur gewidmet. Weil uns die Abfeierung des Juvenilen aber zutiefst zuwider ist, wurden natürlich auch genügend Bücher reiferer Autoren besprochen - für den reifen Leser, wie's so schön heißt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige