Yogi-Hintern gebraten

Kannibalismus. In Monika Wogrollys Roman "Die Menschenfresserin" nimmt ein weibliches Opfer Rache am bösen Mann.

Extra | Klaus Kastberger | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Es geht gleich ordentlich die Post ab in Monika Wogrollys Roman "Die Menschenfresserin". Die Protagonistin, eine Frau namens Rosa, wird von der Autorin wie ein Bündel nasser Fetzen in den Text hineingeworfen. Der Roman beginnt mit viel Wasser und viel Körper; das ganze Wasser und die ganzen Körper stürzen übereinander und setzen gemeinsam ein kleines Mädchen namens Rosa in die Welt. Dieses wird später alles nur für den "Zufall eines Kaiserschnitts" halten.

Ein wenig seltsam mutet es an, dass gleich nach einem so fulminanten Beginn zu lesen ist, dass die Geschichte Rosas eigentlich keinen Anfang habe. Weitere 230 Seiten später wird dann auch noch behauptet, dass die Geschichte kein Ende habe, obwohl doch ein solches schon im Titel steckt: Am Ende der Geschichte also hat Rosa ihren Yogalehrer ermordet und einen Teil seines Hintern verspeist, auch wenn der Text den Körperteil vornehm "Gesäß" nennt. Die Frau liegt zusammengekauert auf dem Fußboden und hält den Kopf des Toten im


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